So…. ich hab mir mal nen bissel die Idee und das Konzept von Webquests durchgelesen und mir den Lehrplan angeschaut. Allerdings ist mir dabei klar geworden, dass das pure Erstellen eines Quests eine gigantische Menge Arbeit darstellt, die einer nur in der uns vorgegebenen Zeit nicht bewältigen kann => #Arbeitsteilung!
Da für das Erstellen eines Quests 5 Punkte (Einleitung, Aufgabe, Materialien, Arbeitsprozess, Präsentation) zu beachten sind (die Evaluation lässt sich wohl nicht simulieren), schlage ich vor, wir Teilen die Arbeit entsprechend der Anzahl der Gruppenmitglieder, posten die Ergebnisse irgendwo (eventuell nen neuen Blog?) und stimmen die einzelnen Ergebnisse im Anschluss aufeinander ab. Im Anschluss darf Nana gerne basteln
Hinsichtlich des Arbeitsprozesses muss man eventuell ein wenig die Fantasie spielen lassen und eine Klasse „konstruieren“, um die Arbeitseinteilung zu simulieren.
Ok… lest Euch mal die folgenden Punkte durch und macht Euch Gedanken wer was wie realisieren möchte
In Klassenstufe 9 werden im Lernbereich 2 unter „fernöstliche Religionen“ folgende Lernziele formuliert:
1. Einblick gewinnen in den Zusammenhang von
Glauben und Leben im Hinduismus
Pflichten und rechten Sitten
Weltverständnis und Zeitauffassung
Bedeutung der Sexualität
Yoga, verschiedene Wege der Vereinigung mit
Gott
Leben in Ritualen: Hausandachten, Tempelkult,
Bäder im Heiligen Fluss, Bestattungsrituale
2. Kennen wichtiger Lebensstationen von Siddharta
Gautama
historische Person und Legendengestalt
Geburt
Die vier Ausfahrten
Weg zur Erleuchtung
Wanderschaft, Predigt von Benares, Mönchsorden
Herrmann Hesse: „Siddharta“
Film
2.1 Kennen der Karma-Samsara-Konzeption
Rad des Lebens
Taten des Menschen und deren Folgen
Die Vier edlen Wahrheiten
Der Achtfache Pfad
Paranirvana, Nirvana
2.2 Kennen ethischer Forderungen des Buddhismus
Laien- und Mönchsethik
2.3 Beurteilen ausgewählter Aspekte europäischer
Lebensweise aus buddhistischer Sicht
Bequemlichkeit
Hektik
Individualitätswahn
Ernährungsweise
Für den Lernbereich 2 werden 14 Stunden angesetzt. Im Grunde also eigentlich ein gutes Zeitfenster für ein kleineres Quest.
In der Definition von Bernie Dodge (1995) sind folgende Punkte für den Ablauf eines Quests vorgegeben.
- Einleitung: Zu Beginn werden die Lernenden in ein Thema eingeführt. Hier empfiehlt sich eine konkrete und für die Schüler authentische Problemsituation, die beispielsweise anhand von Videos, Skizzen oder einer kleinen Geschichte dargestellt werden kann und die Lernenden idealerweise dazu motiviert, sich aus eigenem Interesse der Thematik zu widmen.
- Aufgabe: Anschließend erhalten die Lernenden zu diesem Thema eine konkrete Aufgabenstellung, deren Komplexität von der Thematik, vor allem aber von der Zielgruppe abhängt. Es besteht die Möglichkeit, die Aufgabenstellung mit der Klasse zu diskutieren und ggf. zu verändern oder zu ergänzen. Bei der Formulierung der Aufgabe muss jedoch darauf geachtet werden, dass diese nicht nur durch einfaches „Copy & Paste“ (Kopieren und Einfügen) der gefundenen Informationen gelöst werden kann.
- Materialien: Für die Bearbeitung der Aufgabe wird den Schülern eine Vorauswahl von Internetressourcen in Form konkreter Hyperlinks zur Verfügung gestellt. Diese dient jedoch lediglich als Orientierungshilfe, da die Lernenden auch eigene Rechercheaktivitäten entfalten und die dabei gewonnenen Quellen in ihre Bearbeitung einbeziehen sollen. Für Moser, der die amerikanische WebQuest-Methode in einigen Punkten modifizierte, stellt das Internet jedoch nicht das einzige Medium zur Informationsgewinnung dar. Neben dem Internet können und sollen Fachbücher und Lexika ebenso als Quellen herangezogen werden wie Zeitungsartikel oder CD-ROMs. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Expertenauskünfte per E-Mail einzuholen.
- Arbeitsprozess: Eine anschließende Prozessbeschreibung soll den Lernenden Hilfestellungen hinsichtlich der Arbeitsorganisation geben. Hier werden Vorschläge gemacht für die einzelnen Arbeitsschritte, die Aufteilung der Gesamtaufgabe in einzelne Teilaufgaben oder grundsätzliche Regeln, die bei Gruppenarbeiten beachtet werden müssen.
- Präsentation: Alle Gruppen sollen ihre Lösungen der Klasse in adäquater Form (z. B. als Website oder PowerPoint-Präsentation) präsentieren. Deshalb folgen der Beschreibung der Arbeitsphase Angaben zu der von der Lehrkraft gewünschten Präsentationsform. Für Moser steht diese Phase wesentlich stärker im Mittelpunkt als in der Mehrzahl amerikanischer WebQuests. Laut Moser (http://www.webquest-forum.de/infos/theorie/eigenstaendiges-lernen.pdf) wird hier eine so genannte Lernspirale in Gang gesetzt.
Im Anschluss folgt dann eine Evaluation, die noch mal den konstruktivistischen Ansatz unterstützt.
Evaluation: Abschließend sollte jedes WebQuest evaluiert werden. Auf der einen Seite wird den Schülern hier die Möglichkeit gegeben, eine Reflexion ihres eigenen Lernverhaltens durchzuführen sowie den Lehrkörpern Hinweise zur Verbesserung der Vorbereitung und Durchführung von WebQuests zu geben. Auf der anderen Seite erhalten die Lernenden aber auch ein Feedback seitens der Lehrkraft und der Schüler (Peer-Evaluation). Damit sich die Schüler bereits während des Arbeitsprozesses an den relevanten Bewertungskriterien der Lehrkraft und der Schüler orientieren können, sollten diese am Ende jedes WebQuest-Dokuments offen gelegt werden.
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